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Roger's Blog
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Im idyllischen Saint Hubert fand am letzten Wochenende im Schatten der Kathedrale des Schutzheiligen der Jagd eine Stage statt, zu der die Benelux Jachthoornfederatie mit ihrem Präsidenten Francois de Radzitzky eingeladen hatte. Praktisch jeder war da, der in der Szene Rang und Namen hat. Die Teilnehmer der Stage hatten wahrlich die Gelegenheit, auf Tuchfühlung mit dem FITF-Präsidenten, renommierten Trompe-Bauern und Champions aller Schattierungen zu sein. Im Centre de Depaysement et de Plein Air gelang Francois und Benedicte eine perfekte Organisation.

Gekommen ware viele, natürlich aus Belgien, aus Luxemburg, aus Frankreich und ein kleines Häuflein wagemutiger - da kaum Französisch sprechender - Deutscher in geschlechtsuntypischer Besetzung: drei Damen (Jutta Langendörfer, Elvira Fürst und Ursula Gürtler), dann Roger Gilpert und Harald Brand. Die Stage begann mit Vorblasen (keine dumme Idee), und es standen soviel exzellente und didaktisch gute Moniteure bereit, dass die Gruppengrößen nett, klein und effektiv gehalten werden konnten. Durchaus anstrengend, dauerte der normale Durchgang gut 90 Minuten. Und davon gab es drei Einheiten am Tag, nur unterbrochen von gelegentlichen Aperos und dem für die Erhaltung der Lebenfunktionen erforderlichen Essen, das der Küche der Lokation jedesmal außerordentlich gut gelang. Am Abend konnten sich alle an Trompe-Vorträgen der unerschütterlichen Moniteure erfreuen sowie einem großartigen Konzert am Samstag Abend mit abschließendem Feuerwerk.

Jeder redet auf der politischen Bühne gerade über europäische Integration - im Zeichen der Trompe wurde sie hier nicht gepredigt, sondern praktiziert. Die Stimmung war trotz gelegentlicher Regengüsse heiter und der Kontakt zu allen nett, freundlich und hilfsbereit. Der Verfasser dieser Zeilen hat die Erfahrung gemacht, dass unterschiedliche Sprache nicht unbedingt trennen muss. Trotz null Französich und Moniteuren, die weder Deutsch noch Englisch sprachen, kam alles wohlverstanden rüber. Also Leute - keine Angst vor Kursen im Ausland. Traut euch und ihr werdet belohnt.

Zum Abschluss doch noch ein Belgierwitz: Warum darf man einen Belgier nicht nach der Uhrzeit fragen? Ist doch klar, weil ihm dann die Fritten aus der Tüte fallen. Das belgische Nationalgericht Fritten mussten wir natürlich auch probieren. Handgeschnitten mit einer traumhaften Majo - genial. Aber seid gewarnt - eine mittlere Portion reicht immer noch aus, um eine dreiköpfige Familie in Deutschland zu versorgen - siehe die obigen Bilder

Schön war's - wir kommen wieder ...